Hans Caro}ia,
	Hans E]celbad,
	BSerfaljer [prifder und ergablender Werie, 1m

bittgerlichen Beruf Wrgt (Dr. med.)}. wurde

mit dem Liferaturpreis der Gtadt Wttindyen
ausgeacicdnet.
	Sagesgefhic te.
	Фех аиИде Запитет:
prdjidoent Woldemaras traf
am 25. Sanuar in Segleitung
jeiner Gattin und des Mtinifterial-
	оцеНот5 пи Шаифеи Зибеп:
minifterium, Dr. 3auntus’, in Ber-
lin 3u politifden Unterbandlun-
gen mit Reidjsaugkenminifter Dr.
Strefemann ein. Bhnen gingen
Bejuche im Wuswdrtigen Amt, bei
Dr. Gtrefemann, Gtaatsfefretdr
Dr. v. Schubert und Reidstangler
Dr. Marx voraus. Xm 27. Januar
wurde Woldemaras vom Reids-
prdjidenten enpfangen. — Im
Mittelpuntt der Befpredungen
ftanden der geplante deut}d-
litauifche Gdhiedsvertrag und
wirt haftlide Fragen.

Sn SKajjel-Bettenbaujen
wurde am 25. Januar der Gre
weiterungsbau des Blaudrucd:
065 der Firma Rudolf Rare
ftadt & Co. von einer Cinftur3-
fatajtrophe betroffen. Das fiir
Bureaus und Lagerzwede be-
ftimmte Grundftiic brad ploglid
vollftdnbdig in fic) gujammen. Cin
Monteur wurde ord) die ein-
jilirgenden Gebdudeteile дебет,
inehrere beim Bau bejdiftigte
Urbetter wurden verlegt. Dic
Sdwere des Ungliids ward durd)
die Bejonnenheit eines Maurer-
poliers gemitldert, der die fic
	im Bau aufhaltenden WUrbeiter
herausrief, als er eine der das
Mauerwerl tragenden Betonjau-
[en Jplittern jab.
	befannter, in Sonn lebender rheinijder @т-
sabler und Lyrifer, fann am 16. Februar jeinen
60. Geburtstag fetern.
	Sd@lagen und Stoken eines In-
jtintts, der ihn abnungslos filbrt,
bewirtt er das Kunjtwerf. Shm
bleibt feine Sejonnenheit, fein
Rontrollorgan, [ет Werk gu len-
fen, 3u priifen, 3u fiigen, zu тии:
	den; durd. ibn hindurd entiteht
etwas, er wirft etwas aus fid,
was nicht in ipm, fondern binter
ihm ftectte; ev ijt Werkzeug einer
Etinftleri{den Jdee. Gutes Werk-
3eug, fdlecdjtes Werkzeug? Das
Werkzeug jelbft fann nicht wifjen,
ob gelungen oder miplungen ift,
mwas durdy es getan wurde. Und
anbdererjeits wei nod jemand
nidt, ob gelungen oder mif-
lungen ijt: das ublifum. Gs
Tiegt alfo der er}taunlicje und
abjtruje Fall vor, рав weder
der Wnbietende nod der Mach:
fragende, weder Berttufer nocd)
Kadufer, weder Broduzent nob
Konjument den Wert der Ware
gu. bejtimmen imjtande ijt. Der
RKiinjtler fchajft unter dem Bwange
dev Snftintte; ex fan fid) nicht
priifen.. Das Nitblifum wieder
fonimt aus jo verjciedenen Lager
und Lagern, mit jo vielen cr-
erbten,’ angelernten 1nd tiber-
fomimenen GOrundfdgen, fommnit
von den verjcdhicdenjten Geruferr
mit den verfdiedenjten orde-
rungen gum Runitwerf, dab fein
Urteil nicht makgebend fein fann.
Kunjt fonumt aus tiefen und une
bewuptenrn Organen. Der Wh-
	Bon den Deutiden бипет=обтеШетфаНет тм ОБето] ат 24. Запиат: Blid auf die Wadenbergturve wabhrend
hes Rennens.
	Bon ben Deuticden Cis[portmeifter haften auf dem Rifferfee bet Garmifch-Partenfircen am 21. und 22. Запиат:
Moment aus hem Kampf um bie CGishodenmeifterfiaft awifden bem Cishoden-Rlub Stuttgart und G.-C.-Rifferiee.
	MWednner der Wirtfoda ft.
	 

 

\tano oes Didjters von jeinem ©

а Е > Bon Hen Фешфеп CEis{portmeijterjdhaften auf bem Ri

wadjen. Die Welt hat fic) den Moment aus dem Kampf um die Cishoceymeifter daf
Naturwiffenfcaften, der Tedh-

nit, ber Chemic gugewenbdet. Wis Mittler fungiert der Avitifer. Cr fennt die
Kunjt vergangener Epodjen, er tennt die Gedichte, ex fermt die Gejeke und
ibve Wandelbarteit, ev fennt den morbiden oder uner diitterten Sujtand. der Ge:
jelljdajt. Die Kunftware, die in ben Korper der Gefelljdatt eingefiihrt werden
joll, priift er. SJedes Kunftwerk Hat einen, feinen Ginn. Diefer Sinn fann den
Sinn der Gefelljdaft beltdtigen oder verneinen, ии alfo fttigend oder ftitrzend
wirten.

Die giiltigen Gefege finnen beadtet oder veradjiet fein. Че ЯНИЕ те:
giftriert den деотей Фен Punkt des RKunitwerks, fie тереме iiber Richtung
und Gdritt, fie ertennt dte ,ungefegliden Runittaten, abnt Umftur3 bes Stils,
Loderung der Bajis; die Kviti€ ijt Crdbebenmeffer und fptict mit allen Organen
des Gefiihls und des Denfens dem Beben
und. Riitteln der geiftigen ЗабтЁ nad.
Swifdhen dem Bslfchen der RKiinjtler und
der rviejigen treibenden Malje der Runt
fremden jteht ber Srititer als 2allner,
priift die Cinfubr, ftellt getahrlidhe Bann-
ware felt — aber fann nicht, darf nidt,
joll nicht den Grengitberjcritt verweigern
oder befordern.

Denn ЯНИЕ ЙЕ еше Juftiz. Kvitit
regijitiert die Make und Gewwidte, die
Ridtungen und Tendenzen, Jtormen oder
Cigenwilligteiten, auf der Vabelle fclieht
Jid) Punkt an Puntt. Riikblicend fieht der
RKulturhiftorifer die Kurve der Wagungen,
Auf und Wh der Generationen, Exrbliihen
und Ermatien eines Stils. Die Rurve der
RKritif Jpiegelt wider die Meinungen und
die Gedanten, die Cinmande, die Krijen
und die Ubermindungen einer Beit fiber,
gegen ipre Werle. Sie fpiegelt die Mode,
den. Gejdymad; fie ijt der GSdnittpuntt
der grofen Bewegungen der Beit, it der

 

 

Rullpuntt, der Begelftand der Kultur, Georg Dallmann,
der in der Diirre oder i м Snbaber fer Girma ФаШпапи & бо., ber be~
Oder Fall. e oder Regengeit [teigt fannten и in и
2 te я и el Wiesba en, tonite am .)апцат  ещеп (0. c=
Von der Huftitia haben die Kritifer . burtstag feiern.

nidt das Sdwert, fondern nur die Wage
entliehen. Manner po
	Ds) т Раз Феи фе Mationalthcater in Weimar bradte ein neues
uynen QU. Stie von Heinrih Lilienfein heraus: , Theater ,
Schaufpiel in dret Witen. Der Verfajjer, Generaljetretér der Deutfdhen Schiller:
jtiftung in Weimar, dem wir fdon eine Reihe von trefflicen Romanen und biibnen-
wirtjamen Dramen verdanten, erfiillte aud) diesmal die auf das Sttid gejegten
Erwartungen. Das Problem ,, Mu} ein Stiinftler erlebt haben, was er geftaltet?”
oder allgemeiner ,Stiinfiler und Menjd“ Hat der Dichter feinem Stic. zugrunde
gelegt. Cine Sdhaujpielerin entjagt der Biihne, weil fie fic) der Wutgabe, das
von ihr nod) nidjt erlebte Grlebnis der Liebe dargujtellen, nicht gewachjen fiible
und dod) dem Theater ihr Franentum nicht opfern will. Sie heivatet einen reiden,
trdumerijden Mann, mit dem fie furze Zeit gliclid) gufamment lebt, bis an fie die
Berfucdhung Herantritt, wieder einmal auf
der Biihne gu triumpbhieren. Boller Erfolg
war ihr bejdjieden, aber Breis daflir ift die
Lrennung von dem geliebten Mann.

Die Gejchichte von Maruf, dem. Sdhuh-
flider, und feinem Weibe Fatimah ijt bas
Marden der neunhundertneunundadtzig-
jten aus Taufendundeiner Nadt. Wilhelm
Sdhmidtbonn wablte es fid) aus als
Stoff 3u feiner Mardhenfomddie ,, Ma-
ruf, der tolle Viigner”, die im Deut-
Ihen Schaulpielbaus zu Hamburg gegeben
wurde. Was er aus jeinem Vorwurf ge-
jtaltet hat, bracdte dem Gerfafjer wie der
Biibne einen bemerfenswerten Erfolg.

Nifolaus Gogols SKomibdie
yDer Revijor , diejes fftlidhe Zeitbild
aus dem alten Rubland, bot das Diiffel-
Dorjer Schaufpielhaus in einer bervor-
ragenden und fiin}tlerifd) beadtliden Wuf-
fiihrung. Die einfallsreichen Biihnenbilder
hatte Wt. Dobouginify gefdaffen, die Spiel:
. . leitung lag in den Handen von Peter
Serdinand Miilhens, СфахоЙ, beide Ruffen. Der Darfteller

senior bes Welthaufes ,Rélnifch Waffer- und Par- . Kr - , {
imerie-Sabrit Glodengaffe Rr. 47 11 Ferd. Miilhens”, pes sbouperneuts (rans Evert) und jein
ntel des Griinbers ber jeit 1792 beftebenden Sirma, 8 Тре er, ет Ве ovevijor (ri *)

+ am 15. Sanuar im 84. Scbensjabre. Mendel), ftanden mit der Wiedergabe ihrer
: - Rollen auf der Hohe des 3auberijd) fun-
Wirt~ dha ft. felnden J3enifdhen Rabmens.