Meuliehes
	Sewfehrifl
fix bildende Kant, Bankunft and
Kunfigewerbe.
	Bunftolett,

_ Этцай
	Der Kunflvereine von
Dentfahland.
	inter Mettwirfung von
	Kugler in Berlin — Paffavant in Franffurt — Waagen in Berlin — Wiegmann in Diiffeloorf — SGenaafe
in Berlin — Forfter in Mitnchen — Citelberger v. Cdelberg in Wien.
	1856.
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	РИН пои ©. Eggers in Berlin.
	Sonnerftag, den 10. GFantar.
	Snbale: RKunftliteratur. Die Mtaleridule Huberis van Cyd nebft dentiden Vorgangert und Seitgenofjen. Oeffeutltdhe Borlejung, gebalten von H. ©. $05.
	Crnfi Gubl — Зил Bud: Curdborn.
	KRolfsleben in plattoentidhen Gedidten 2c. von Klans Groth, mt Oolkjdnitten паф Зафинидей von Otto
	Spedter. F. G. — Beitung. Berlin. Rom. Paris. London. Athen. — Kunfloereine. Kunftausftellungen der vereinigten Kunftvereine in Bamberg,
Caffau, Regensburg und Wiiryburg. — Ansftellungen des Thlivinger Kunftwereins int Sabre 1856. — Briefwedfel.
	fiteraturs Blatt Ir. 1. BWertrrt und erlHit.
	Kumatlitecaiue.
	Хошай vot Year 119. — Brodhaus’ Lejebtbltothef juicy Cijenbabnen und DOampsiayrffe.
	  Deglig auf die Wralerei, und defjen Iubbarmadung fiir gefchichtlice
  Betrachtung; ihm auch die Einfiihrung diejer BWijfenfchaft als Uni-
[werfitats-Disciplin, wodurd) bei uns alles Grofe und Bedeutende
	exft recht eigentlich) gum Gemeinguie der мой дешафЕ ши.

Snjzwifchen aber hatte fid) die Theorie, der ihre Bemiihungen,
ben unendlidjen Werth der Kunft neben Religion und Wiffenfdpaft
пафуиюейен, von faft allen Machftbetheiligten mit gleidem Undant
gelohut worden, von der vein abftraften Form Loszumachen gefudht
und Hen Erfdeinungen ver Gedichte fic) gugewendet; Hegel hatte
in feine Wefthetif die objeftin geworrenen Schinheitsfornten, wenn:
auch nod) nicht Deren gangen Reichthuin, hereingenommen; Hotho, der
fich durd) Herausgabe von Hegels Aefthetif ein ihn und den Meifter
gleid) ebrendes Denfmal gefegt, hat fic) mit noch grdperer Entfchie-
dentheit der hiftorifdhen Kunftforfdung gugewendet und durd) feine Vor-
triage etne ttefgretfende Wirkung auf die funftgefchichtlide Bildung
ber jegigen Generation ausgeiibt, wie denn aud) das vorliegende
Werk aus einer folchen erft jiingft gehaltenen Vorlefung an ver Ber-
liner Univerfitat bervorgeqangen ift; Bifder, ver in feiner warimen
Beivachiung der ,,gefchichtliden” Schinheit, d. h. der unbewuft aus
pen ebensbedingungen fid) evzeugenden Schinheitsformen im Ber-
laufe der gefchidtlicen Entwidelung und in feiner Gefchidjte des
Sdeal8 over der Phantafie den gangzen Reichthum fonfreter Geftal-
tungen und Kunftformen dem Shftem einverleibt hat, gelangt in dem
dvitten Theile feines Werkes gu einer Gefchidite dev Rimnfte, dte als
fattifche Beftdtigung ver Theorie von der Schinheit gleichfam deren
legie Spike ansmacht, indem fie in dem Strome ver gefchidhtlichen
Greigniffe itberall vie Mtadt der ewigen Schinheitsgedanfen nadgu-
weifen Ти.

Su demfelben Sinne fagt denn aud Hotho im Eingange feines
Buches: ,, die Weltgefdhidte ver Runft darf auch fiir die Wefthetif
alg Schlufftein gelten.  Se (anger e8 vermuthliG hauern wird,
ehe fic) diefe Unficht bet den Forfdern Anerfernung verfdaffen wird,
um fo natitlicer ift e8, dag Hotho von diefem nenen Standpuntt
einen rafden, pritfenden Blicé auf die Behandlungsweife der Kunft-

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	Die Mialerfchule Huberts van Cyd ие deutichen Borgangert
und Seitgenoffen. Oeffentlice Vorlefung, gehalten von H. ©.
Hotho. Eriter Theil. Gefchichte der deutfchen Mraleret bis 1450.
Kerlin 1856. р
	Kaum ivgend etme Adtyjenjdart bretet Феи WAnblid einer jo fte-
tigen und fonfequenten Anbahnung und Entwidelung var, al8 die
alfgemeine Runjtgefdhichte, die man als etnes der jiingften und fomit
auch Lieblingstinder mobderner Bildung betracdhten ии. Зои ое
ganz verfchiedenen Seiten ijt diefelbe angebahnut worden; von dev
empirifchen, hiftorifchen, und von dev wiffenfdaftlicen, theovetifden.
Uuf per einen Seite fteht Winkelmann, anf dev anbern Kant als
Gorliufer und erfte Begrimber. Rant’s Kritif ver Uvtheilstraft ift
fiir die Erfenntnif des Wefens der Schdnheit und her Runft daffelbe
geworden, was Winkelmann’s Gefchidhte der alten Kunft fiir die
Яепинив ves BVerlaufs der einjeluen Kunfiformen und Style. Bride
Werke bilden den Wusgangspuntt fiir eine Reihe von Beftrebungen,
die beridhtigend und eriweiternd das Gebiet der Runfiforfdung zu
erfcdpfen fuchten; beide find nicht bloR hiftorifch wichtig, fondern
in monden Bunften nod) heute mafgebend und unitbertroffen. Ob-
fchon fic) nun jene beiden Meihen gang unabhingig von einander
fortfesten, obfdyon man fid) auf Der empivijcben Seite faft abficht-
lich felbft bid auf die jiingfte Beit vor der Theorie abfdhlok, fo ift
68 dod durch jene doppelte Cniwidelung allein médglich geworbden,
gur Griindung der allgemeinen Kunftgefdhidte als befonderer Wiffen-
fohaft zu gelangen. Фав diefe guerft auf Hhiftorifc)-empirifdem Ge-
biet erveicht worden, Пед in der Natur der Sache. Rugler’s
rafdhem und gliclicjem Cntfalug und deffen Marer Befonnenheit ver-
panten wir den faltifden Anfang; Sdhnaafe’s halb finnig fdwir-
merifcem, hath fcharf verftindigen Wefen die mehr anf fulturge-
fchichtlicye Mtomente geridtete Ergingzung; Waagen’s hiftorifd ge-
fautertem Blid vie Gichtung ves reichen Materiales, namentlid in