De Philipp Hadert ет пир Зефен” Фен Зап @айет ее Gantmlung
find bem biefigen Bublitum aus ber hiftorifden Wusftellung, die vor einigen
	Sabren veranftaltet war, befannt,. — WW. E. Oretrid  6 п mit feinen
	Зоо] файет ино Hirtenleben; aud) find etntge biblijden Gegenftinde von ibm
	vorbanbert. Gin febx lebensruroiges Bilb von Wngeltfa Kaufmann zetat
	Badus und Amor, frifde Arauben ausiretend, die in einem Narmorbeden ge-
fantmelt find.

Unter den nenern Kilnfilern nennen wir vor Wen ein vorgiighiges Bitd-
den von Peter He in Minden: „ет Яо, der fein Pferd zur Crdnte fithrt,
und Hadurd wafdjende Meddden und watfdelnde Enten verfdeudjt;” wir machen
bie Sammiler moderner Фен ое лиф iefe Heine Perle aufmerffam; das VBildeyen
ift aus bes Ritnftlers erfter Zeit (1820) und felx vortrefflich ausgefithrt unb darf
{don felten genaunt werden. — Ein Ftichfang bet Mondbeleudjtung an der ita-
Tientfjen Rilfte von Bofeph Vernet (1764), mehrerve Thierftitde von Berboed:-
boven (1844), Bon unferem Pifforins fieht man einen ,Rnaben, der einen
RKettenhund nedt” (1838); Von $. Petter, dem Wiener Blumenmaler, ein
fer forgfaltig bebandeltes Blumen- und Frudtftiid; oon D. Guaglio einen
Rofterhof mit Staffage (ith. von Tempeltey).

Wir mikffen noch eine Heine Tufdhzeidhuung erwahnen, welde unfern Freund
B, M. in Enigitcen verfege witrde: e8 ift — augenbliclid) hierorts ein fehr
moderner Stoff — eine Verfudung bes h. Antonius von Sacoh Callot, b. b.
bie Verfudung mu man febr fucken, fie ift u. a. aud) auf dem Gilbdhen dranf;
allein e8 befieht eigentlich ans tanjend Tenfeleien, bie eine immer ovigineller ex-
fonven, al8 bie anbere,
	— $16011 Фтате hat den Wuftrag erhalten, bas Grabmal ber verz
ftorbenen evfien Gemablin bes Hergogs von Malfan plaftifd ansgnfchmitden, wo-
эт и; а. mtehrere grifere Gtatnen erfordert werden.
	— Unjer gejdagter Dittarbetter Diveltor G. Waagen iff von dent Gene-
ralausfhug der Uusftellung von Manchefter auf die fdjmetchelbaftefte und ebren-
vollfte Weife eingeladen worben, die am 5. Mai fiattfindende Crdffnung der
Ausftellung mit feiner Gegenwart зи gleren. Unfer Freund hat diefer Aufforde-
rung entfproden umb tft bereits borthin abgegangen.
	— Wie einige Seitungen melden, hat dev Weagiftrat oon Wroljen da8 Haus,
worn Rau geboren und aufergogen iff, angefauft, um davin eine wobhlthatige
Unftalt yu ervidjten.
	— Зе Erben des PBrofeffors Kriiger haben dem Htefigen VGeretwe der
RKunfifreunde fite ihre Bffentlide Sammlung von Kunfiwerfen eins von den hin-
terlaffenen Delgemalden, etn ,Raninden” darftellend, zum Фе фей gemadt.
	—s— Minden. gunfoerein. Die Ansftetlungen dex leben Woden
haben mwenig von Bedeutung gebradjt. Unter den Lanbdfdjaften verdient hanpt-
fachlich eine ,,Partie an der tosfanifden Rufte (gwifden Pifa und Lucca)” von
©. Koelbhel hervorgehoben зи werden. Ste giebt den Charafter einer frifdje-
ren italienifden Gegend im Glang ber Abenbfonnenbeleudtung mit vielem
Оф wieder. Sie ift im Grunbe aus etnfachen Clementen gulammengelest
— it der Mitte ein Griidenbogen, rechts davon drei hohe Pinien, dabinter
Ruinen, ein Sdlok, ein Gebirge, iiber bie Briide hinaus Blick auf bas Meer,
links Gegringung burd Felfen — aber diefe Elemente find fo zufammen geord-
net, Daf fie ebenfo ben Gindrud ber Fille und Mannigfaltigéeit, wie den der
Ginheit und Harmonie maden. Die Udjter, welche die untergehende Sonne im
Laubwerk erzeugt, find gum Theil fer lebhaft, die Farben der bie Staffage bil-
penben Candlente faft allgu fed; aber trogbem erfdeint bas Gange als naturge-
tren unb ift bom entidieden wobhlthuender und poetifder Wirkung. — Wis cin
qutes Ianbwirth{daftlides Portrait fann Wilhelm Babe s ,,Kochelfee” begeidhuet
werden, aber barliber hinaus erbebt fich diefes Bild auch wicjt; eine befondere,
eigenthiimlide Stimmung haudt une nidt aus demfelben an. Ungefahr das-
felbe gilt von einer Canbd{djaft von ций Фей, ее die Gegend bet Mil-
penberg am Main darftellt; jedod) empfinbet man hier den Mangel einer tieferen
Nuffafiung in Hesherem Grade, well eine folde vom Rituftler gwar angeftrebt,
aber nicht erveidt ift, und weil die Begeidnung bes Bildes ,, Ubendlice
Ruhe’ Erwartungen anvegt, weldje nidjt befriedigt werden. — бы fehr
wunberlider Ginfall ift ber ,Chriftabend” von Dt. Haushofer. Man fieht
eine bewalbete Hodebene mit bem Blid auf eine im Thal liegende Stadt.
Ales ift in das Dunkel der Macht gehitllt und wird них ganz matt vow der
taumt fidjtbaren Sichel bes Meumonds evleuchtet, den Blick aber feffelt ein int
Freien ftehendes, durd) brennende Lichter gum Chriftbaum gefdmitdtes Lannen-
bdumden, vor dem ein linbdlich gelleibetes Madden in GBetradjtung verfunter
пе. Das Bild ift nicht ohne einen gewiffen Chavatter, aber trogdem madht e8,
wie alle Combofitionen von gefuchter Originalitit, feinen giinftigen Cindrud. —
Mig wohlgelungencs ardhiteltonifdjes Bild fchliest fic) ben genannten Landi{haften
eine ,,Bartie aus Werthheim” von E. Ridter an, die purd den Blick anf eine
pie Stadt Herragende Burg geh oben und burd cine reiche Staffage belebt ift,
	ТТИ И Ц.
	р Perlin. So eben hat Meifter Maud, der in einigen Tagen jdjon
gu einem mehroddentliden Uufenthalt nad) Karlsbad abgehen wird, das Xhon-
modell gur itberlebensgrofien Giatue von Wibredt Thaer vollendet. Die
Gigue fiellt fic) in einem einfaden landliden Rete dar, durdans in der Diode
ibrer Beit und gugleid) mit einem gewiffen Charafter von Ruftivitit. — Stul-
penftiefel und furge Geinfleider, eine itherfdflagende Wefte mit gwei Rethen Kndp-
fen, ein wetter unb bequemer Rod, dabei ein traufes Sabot unb eben {olde
Mandetten geben der ganjzen Geftalt den Habitus eines deut{den Landmanns
und gugleid) eine fo glitdlide Dtifdung von Biirgerlidhfeit und avriftofratifder
Pilbung, рав {бои dure} diefe Mebenbinge die eigentlidhe Bedeutung ves Mtan-
nes, ber Durd und durd rationeller Lanbwirth war, febr glitdlic) ins Licht ge-
fegt wird. Nod) mehr gefdieht bies freifid) durch den Hheraus einfaden und
bod fo Iebendigen Geftus, weldjen der Riinfiler ber Figur gegeben hat, denn
wibrenb bie Ginke auf bem Pflug rmbt, hat ber Vater der neuen Landwirthfdaft
die Rechte fanft mie gum Lehren evhoben, fo ba} von bem Boden andszuftrdmen
und in bie Bubsrerfhaft iiberzugehen fdeint bas Gefes, welded er dem Boden
gelehrt bat. Der AWusdruc bes Ropfes hat etwas ungemein anfpredendes, indem
fic) Gebe und Giite mit Sntelligens paart. Wir ftehen nicht an, diejfes Stand-
bilo, einfach und voll Charafter, wie e8 ift, ben herrlidften Shipfungen beigu-
gtblen, welde anf dem Gebiete ber Portraititatue gefdaffen worden find. Dass
jelbe WiGt fic auf ihrem Gebiete vow der neneften Portrait-Bilfle Rietfdels
fagen, welde wir im der Werkltatt gu bewunbdern Gelegenheit batten. Sie ftellt,
roie wir fejon ergGhlt haben, den Meifter Rauch bar, und iff e8 in Begng anf
Charatterauffaffung ein wahres Meifterftitd 3u nenuen; aud) der Gug war in
hohe Grabe rilbmenswerth, und die Runftfreunde diiefen fid) anf einen vov-
jliglichen Gefis gefaft machen, wenn, was gu wilnfden tft, die Bilfte fo in den
Handel font.
	— Зи der Bett vom 25, Mtat ab wird hier die vom Vanquier iid ael
Wolff binterlaffene Gemaldefammlung gur Verfieigerung fommen. Die Galerie
befteht aus 749 Rummecn, weldje die im Sdhinkelfden Gefdimad eingeridteten
Bimmer bes verftorbenen Befigers gieven. Die Mtebrzahl ИЕ der niederlindifden
Schule angehirig, dann finden fich aud) eins mit Ditrer, eins mit Holbein,
Velasquez und mehrere mit Kranad begeiducte Bilder, vow welden lesteren
wir eine Lucretia al8 {ебу reizend und allem Unfdjeine nach fehr echt au bezetdh-
nen nicht anfiehen. Diefes Bild befindet fid), wie noch feds andere, forgfaltig
in {hwargzen Kaften oerwahrt. Von vorgiighidher Schinheit unb Echtheit haben
wir bie Everbingen unb die Ubam Syuader gefunden, Bon bem Lesteren
befonders findet fich eine Lonbdfdaft mit Bieh bet Whendbeleudtung, mit einer
alten Buche im Borbergrunde, weldes Bild wir des Hodhften Ruhmes wilrdig
alten. Зе Hobbema’s machen fich jebr gut. Chenfo einige Gacob Ruis-
daels. Gon Gerhard Эри Ш сш vortvefflides Stillleben vorhanden, jo wie
ein ,Gremit”. Gon ben Potter gugefdriebenen Biehftitden geichnet fich eins
gang befonbers aus. 218 eine fehr gu empfeblende Tafel ift eine 90” Hobe und
64: breite Copie ber burch den Stich von WAnbderlein befannten Dtadouna bel
Bafeggio zu begetdnen. Cine Alpenlandfdaft von Herm. Gaftlern zieht durch
ihren warmen, magifden Ton an, augerdem ift eine Iheingegend von ihm vor-
Handen. ,,2ridivad{pteler” von Gabriel Megu ift ein febr gutes Bild. Bon
Peter Meels gtebt 8 das ausnehmend fein und Har gemadjte, dagu febr wohl
erhaltene Sutevienv einer gothifdhen Kinde. BWouvermann ift mehrfad vertre-
ten. Gin fehr frjdnes Mondjdeinftiidden finbdet fic) von Ucthur ban ber Meer.
Зои dem Zechbruber Johann Wynants iff eine fehr Whlide Landfdhaft gegen-
wilirtig: eine alte Gritde, die ber einen Bach fithrt, in trefflider Sonnenbelend-
tung. Gine ,Salbung Gauls” von Gerard Laiveffe intereffict in hohem
Grade urd) Feinhett ber Charakteriftif. Chen fo angiehend Фик den Wushrnd
in ben Giguren ift der Rrankenbefuch eines Rardinale von Ravel du Sardin.
SMatfen und Brauer find in ihrer Art vertreten; besgleiden Anton Wa-
teau: bon dem ein fehr hiib[hes und anfpredjendes Bild: ,eine mufizicernde
Gefellfdhaft im Freien” von guter Ausfithrung hervorsugeben iff. — Ein Bieh-
fild von Ommegand ift ein febr reigvolles, poetifdjes und wobhlerhaltenes Bild.
Bon Cornelius von Harlem Haken wir ein Vadhanal angufiihren, weldjes in
ber Carnation fer glitdlid) ift.

Reich ift auch die Sammlung an guten Blumenftiiden. Wir nennen eine
ЗА mit Blumen und Trauben von Radel 151%; тиебтее von S. van
Huyfum u. A. — Davan jehlieRen fich die Stillleben, 3. B. cin Зена
vom Cornelius be Geem, das vorzliglidfte Bild ber Sammlung in diefer Gate
tung; ein Pokal, Unfteen, Citronen und anberes Obft, gut geordnet und vere
fithverifd) gemacht. ,Grilhte anf einer Porgellaniebilffel” von Ottomar Eiger. —