сни! аи {фаНеи bes Schweiger’ Steffan, die tjofern etwas Cigenthilndlides Ба
	ben, al fie gu gleidher Bett zwei verfdjtedene Wufgabern зи К еп, паи ситетсе
fetts die charalterifttjde Gerfdjiedenhett vier durd) etgenthiimlide Schinheit fic}
auszeidhnender Sdweizergegenden, nimlich ded Ziirder Gees, ber Glarnifder
Alpen, bes Verner Oberlands und des Vierwalbftadter Gees, andererfeits ven
(рес бен Character ber vier Tagesgeiten darguftellen fudjen. Ir Aligemeinert
ift dem Ritnfiler die Lofung diefer Aufgabe rect wohl gefungen; namentlid
ntact bas Bild, welded uns dae Berner Oberland im Glanz der Wiles ver-
goldenden Wbendfonnendeleudinng wergegenwartigt, einen fehr moblthienden,
angeimelnden Gindruc, wogu namentlic) die vom Ritnitler geiibte Enthaltjamteit,
welde uns die rofig glithenden Bacen und Kanten der FelSregion nur durd
die Liiden einer iippigen Vegetation, und die fdhneebededten Firften der Verner
Alpentette unr in eingeluen, fam itber die Felsregion hinauslugenden SGpigen
fhauen aft, ganz befonders beitrigt MWuch ber Bitrder See tm Mtorgenduft
und ein Thal der Glarnifhen Wlpen in der Mittagsbeleuchtung, find vedt
wadete Arbeiten; dagegen ift der Bierwaldftddter Gee ale Nadhtftiid von nuv
geringer Wirkung. — Zwei fehr empfehlenswerthe Landfdaften waren ferner
eine ,@egend bet GSrannenburg” in den Bairifhen Alpen von Hans Bed-
mann, und ,, Stein am Ihein” von Ludwig Gebhardt, die, durd Bufall
nebeneinanbder hiingend, aud in ihrer Wnlage viel Wehnlidfeit mit einander hat:
ten, inbem fie ihre Wirkung hauptldhligh badurch ergielten, bah fie bie eigent-
lide Landfaaft — dort ein freundlicjes Gebirgsborf mit ben Wiper im Hinter-
grunbde, bier fieif aus dem Ihein auffteigende Berge mit ihren Surgen — burch
bie gewilbeartige Oeffnung einer int BWordergrunde befindliden, fte отеками
umrahmenden Baumgruppe fhauen liefen. Das erfie der beiven Bilder ge-
woann jedod nidt blof durd) die griffere Anmuth und Erhabenheit der darge-
fiellten Natur, fonbdern anc) durd grbfere Frifde und Maturwahrhett dent
gweiten den Borrang ab. — Cine trefflice Landjchaft fteferte ferner Co. SaHleid,
die troy dev einfachen Clemente, aus denen fle gujammengefeyt iff, durd) wohl-
berednete Gruppirung dverfelben, und namentlich durch eine gewiffe ernfte, faft
melancholifhe Stimmung, die iiber ihr ansgebreitet Liegt, einem fehr nadbaltigen
Gindrud mat. — Anger den genannten Bilbern HWunen wir in diefem Gee
biete nod) al8 qnerfenumngswerth beeidnen: ,Hinteriee bet Berdjtesgaren’ vou
Ernft KRaifer, ,Erntelandfdaft” und ,der Kaifer bet Audorf’ von Miekener
(beibe jedod etwas Blak gebalten), ,,Bartie an der Rilfle Norwegens” von Knut
Baabe und ,bdie alte Sobanniterfefte auf Rhodus” von Sacobs in Antwerpen.
Gin in mebhrfaher Beziehung intereffantes, aber von Cffecthafderet fic nicht
freihaltendes Bild ift ber ,,Bajdherweg ither den Briinftein bet Oberaudorf’ vou
Ridard Zimmermann.
	Neher diefer zahlveidhen und ftattlichen Weprijentation ber Landjdpapsmrateret
war die hiftovifche Malerei nur durd ein einjiges Bild vertreten, weldjes Cigen-
thum bes Kinigs vor Prengen ift, und tm Unftrage Geiner Meajeftit ausgefithre
fein 100, G8 iff pas Werk eines ‘jiingeren Rinfilers aus dev Folh’ {den
Sule, Namens Haufdild, und verdient alB foldyes Anerfennung, wibrend
с, обще ЭНА hierauf betradhtet, zn manderlei Uusftellungen Wnlaf giebt.
G8 ftellt dar, wie die Kinder Bsrael wihrend ihves Buges durch die Wilfte wm
iver Wiherfeblidkeit gegen Moles willen von feurigen Sdlangen verfolgt umd
gebiffen werden und wie Mtojes, nachrem fle thre Siinde erfannt und befannt,
auf Gottes Befehl eine Saute mit einer ehernen Schlange evridjtet, burd devett
Anfhoun vie Gebiffenen дебеНЕ werden. Die alfgemeine Anordumng und
Gruppirung der zur Darftellung dieles Stoffes nothweudigen Elemente ift itber-
fidtlih und woblgefillig fitr bas Auge, nur das tft im diefer Hinfidt gu cilgen,
af} ber Riinfifer mehr giebt, als nothwendig war und burd Hereingtehung gu
vieler Nebenfigueen ben Eindruc ter Harwuptfiguren fdrwddht. Unter dew ein-
zelnen Gruppen und Figuren find mebhrere recht ausdrudsvoll, 3. B. die gu
Mojes Flehende auf der finken Seite ves Bilbes, und die Sehrecensbleice
im Worbergrunde, die, wie e8 fceint, ihr MDtann daburd) yu ermuthigen fudt,
dak er fie auf Mojes und die eherne Sdlange hinweift. Wud die Gruppe vou
gwei naben und die um die bereits ervidtete Saule fic fhaarende Gruppe
find von dhavacterifttiger Bivkung. Dagegen madt bas Ganje infofern etnen
ungiinftigen Gindvud, al ber Unsmalung des an fic) weber wirklich [hiner
nod aud wabrbaft tragifden, fondern faft widerwdrtig Lizgarren Phantaftebildes,
wie das Sdlangengesildt auf die Mtenfcen formlich Gagh macht, gar gu viel
Raum gewidmet ift, und dak das Bild fich nicht felbft interpretirt, fondern Je-
bem, dem die ihm мии Grunbe Liegende biblifdhe Erzahtung (4 Mtoj. 21, 4—9.)
urbefannt ober nicht unmittelbar im Gebdiidhtnif ift, unverftdnblid) bleiben mug:
pent e8 TBE fic) aus dem Bilbe webder begveifen, twoarum bie Menfden von ben
SSHlangen verfolgt werden, noch in wiefern die Ervidjtung her ehernen Shlange
ein Geilmittel gegen diefe Plage fein мии. Auch im tednifdyer Besiehurg lage
pas Gemilde nok Manches gu wikn{djen ikbrig; namentlich letdet bas Colorit
gunt Theil an einer gerviffen Unfauberteit.

Unter den ausgeftellten Genrebilbern haber fich befonders zwei eines allges
teineren Gelfalle au exfreuen gebabt: bie Darftellung einer ,Gifcverfamilte” von
	Riinftigen Runfiverehrern gefcieht ein groper Леше ваний, wenn
aud) ber heimgegangene Neeifter nur feiner Werke und nichts weiter
bedarf, in den Annalen dev nevern Kunftgefchichte unfierblich zu fein.
		ТТИ Ц.
	Herlin. HBbherev Feftlesung gufolge, foll die Aufertigung und dex Ber-
fauf von idthildern auf Metallplatten, Papier 2c. (Daguervotypie, Photographie
с.) nicht nur, wenn dies Gewerbe umbergiehend betrieben wird, fombdern aud)
banu, wen daffelbe ben Chavalter des fiehenden Geldhifts an fic tragt, vom
1. Sult b. 3. ab, ber Gewerbeftener allgemein unterworfer werden.

— Dem Genremaler Theoor Sojemann ift da8 Priditat ,-Profeffor” bei-
gelegt worden.

— Unter den hiftorifden Gebluben Berlins ift bas in dev Hetligen Geift-
ficafe No. 38, dev ,Meidfopf” genaunt, wo fic) jest eine bedentende Spiegel-
manufattur und Goldletften-Fabrif von W. S. Sdulbe befindet, ta Mtunde des
Bolles nidt unbelanut. Man erzdhlt, dak Konig Friedrich 1. е8 geliebt habe,
unerfannt die GSiufer unb Werlftitten feiner Bitrger gu befucen und auf feiner
Gangen mehrfad den ЗВ ии die Geldhiclichfeit eines in diejem Haufe woh-
nenden armen Goldfdmins beobadjtete, ber noc avbeitete, wenn Andere Танай
Feierabend gemacht. Dem Mann war pur) die Gnade feines Monarden bald
gebolfen, und ein golbenes Service von des Dteifters Gand foll fid) nod) bis in
den Anfarg diejes Sabrhunderts hinein bei Hofe befunden haber. ит gegen-
ther wohnender veicher Golbdarbeiter empfand baritber den heftigften Brotneid,
und ber Ява nabm bei etuem fetner Gejuche wahr, wie Frau und Loder
deffelben bent in fetnes Fiirfter Gunft ftehenden Nadbarn von ihren Fenftern
ans bie fdhainbdlicdfter Gefidter fdnitten. Der Konig befehlof, diefen Brotnetd gu
beftrafen und le& feinem Schithling bas noch jebt ftebenbde anjebnlide Haus an
Stelle des alten Lane und zum Beiden bes Uriprags dariiber einen Фо” бер
entfiellten, mit Sdlangen umoundenen weibliden Kopf anbringen, ber dem
Haufe ben Namen ,Meidfopf” ecworben. Diefer Kopf war in ueuerer Bett ab-
honden gefommen und in den Betis eines Antiquitdtenfanumlerd gerathen. Ge.
Majeftdt der Kinig, dev von dem Borhanbdenjeit ves Ropfes gehirt, hatte die
Gnade, denfelben anfaufer und bem jegigen Suhaber, behufs der Wrederbefefti-
gung itber dem Ganfe, gum Gelchenf gu maden. Geit einigen Lagen prangt
ber _,,Jteidfopi” in ter Shat wieder ither dent Ctrgange. (3. 3.)
	Waldenburg, 2. Suni. Dem Я. Bauinfpector Wajemann aus
Berlin, der den Entwurf zum hiefigen Mathhaushau geliefert unb bet der Aus-
flibrung felbft mannigfach fic) biilfreid) erwiejen bat, ИЕ heute der Ehrenbiirger-
brief dev Stadt mit angemeffenee Feterlichleit iberveidht worden.  (Breel. 3.)
	— § — Mlunden. RKunfiveretn. Die eeren Wande des Ausftel-
{ungSfocales fangen nun allgemad) wieder an fic) gu fitllen, und nach Uangerer
Dilrre haben die leyter Woden wieder mandes Gute gebvacht — gum Theil
fretlid) Werke vow dlterem Datum, gum Theil aber and) Sdsphungen der un-
mittelbaren Gegenwart. Unter den alteren Bilbern verdient neben einer fitd-
И фен Landidhaft von Shiuberger und einem Seeftiid von Adenbad haupt-
ПИФ eine Landfdaft von Rottmann hervorgehoben gu werden, die wohl gu
bem Rihnften gehbrt, was in der Landfchaftsmaleret bis jebt gewagt iff, und
nur von Ginent gerwagt werden barf, der, wie Rottmann, Meifter genug iff,
fich mit der Natur felbft in cinen Wetthampf eingulaffen. Das Bild № den
	boken Gol” bei Berchtesgaden in der Hodften Pradt des ЗИфенушеи8 dar,  
	nnd macht in ber That den Cindrud, als ob dte Runt dod) tod) uber feurt-
gere Farben und ttefere Tinten alB bie Urfarbemmifcherin Matur gu gebieten
habe. Unbere derartige Effecthilder pflegen, wenn fie die Natur gu itberbieten
verfucher, al8 unnatiirlich, iibertvieben gu erfcjeinen; dies ift jebod) bet diefem
nidt im Mindeften ber Fall, vielmebr. verbindet ©8 mit der hichften Kihnbeit
ное den Character dev firengften Wahrheit — Кайф feiner alltighicjen,
oberfldclidhen, fonder einer folder, die im der Runft wie in der Wiffenfahalt
nur das fonnenhaft Lenchtende Auge des Gertius gu erfennen md wiebergugeben
vérmag. Um ber unwiderfiehliden Wirkung willen, die foldje Werke aud auf
biejenigen machen, bie mux bon dem finmlid) Regenden, Blendenden angesogen
werbdert, find fie fily bie Entwidlung der Runft und bes Gefchmade hidft gee
fibrlid; aber ihnen unt defwwillen die Unerfennung verfagen wollen, tollrde
ebenfo werfelrt fei, als wollte man darunt, weil e8 Wffe gieht, melde die ex-
Habenfien Gandlungen ves Mtenfcje ine Widerlide ober Зее vevgervent
fnnex, bas menfdlide Thun und Treiber itberhaupt verdammen, — Unter
bent Landidaften lebender Ritnfiler meunen wir змия vier gufammengebdrige