Aufl. Organ der deutSchen Kunstvereine. 4eitung fiir bildende Kunst und Baukunst. Unter Mitwirkung von Kugler in Berlin — Passavant in Frankfur’ — Waagen in Berlin — Wiegmann in Dusseldori — Schnaase in Berlin — Schulz in Dresden — F@rster in Minchen — Hitelberger v. Edelberg in Wien redigirt von Dr. F. Eggers in Berlin. Montag, den 5. August. 5. Nicolai-Kirche in Gardelegen. Reste der West- front mit Rundbogendffnungen; auch alte Rundbégen im Innern. $. Marien-Kirche in Gardelegen. Theile des Aeus- sern und Innern, nebst einem Rundbogen-Portale der Siidseite. Kloster-Kirche in Neu-Ruppin. Reste der Chor- winde mit ‘sich kreuzendem Rundbogenfries. 5. Katharinen~ Kirche der Neustadt Salawedel; Rund- bogenfries am Thurme. S. Lorenz-Kirche in Salzwedel; Uebergangstyl in héchster Vollendung. Kloster - Kirche zu Jerichow; westlicher Thurmbau. Dom zu Stendal. Thurmbau und Altere Theile des Kreuzganges. 1272.? Kloster Lehnin; Schiff und Gewolbe des Chors. 1270 circa. Franziskaner-(Johannes-) Kirche zu Prenzlau. Feldsteinmauerwerk, mit Ziegelfenstern. Gothische Gewilbe tiber Wandsdulen mit Ziegelwiirfel-Kapitalen. S. Jakobi-Kirche daselbst. Aecusseres der vorigen vollig entsprechend; ohne Gewdlbe. S. Nicolai- Kirche zu Frankfurt. Drei gleich hohe Schiffe im fast gothischen Uebergangsty]l. Refectorium des Domklosters zu Havelberg. Kloster -Kirche zu Neuvendorf in der Altmark. Ein- fach friihgothisch. 290. Kloster-Kirche in Berlin. Frihgothisch mit Romanischen Reminiscenzen. S. Maria Magdalenen~Kirche in Neustadt - Eberswalde. Frihgothisch mit Romanischen Reminiscenzen. Um und nach {500. Kloster-Kirche zu Chorin; hochst voll- endet altgothisch. S. Jacobi-Kirche in Perleberg. Schiff. Kloster -Kirche in Neu~ Brandenburg. Kloster -Kirche in Neu-Ruppin; mit Ausnahme der altern Theile ad 12. strenggothisch, hochvollendet. §. Johannes- (Franziskaner-) Kirche in Brandenburg. Kloster -Kirche zu Kénigsberg in der Neumark. Schwarzes (Dominikaner-) Kloster in Prenzlau. Pauliner- (Dominikaner-) Kloster in Brandenburg. Kloster -Kirche zu Gramzow. Nur noch Rest eines westlichen Polygonbaues. S. Marien-Kirche in Wittstock. Schiff. 34 Zur Charakteristik des dlteren Ziegelbaues in der Mark Brandenburg, mit besonderer Riicksicht auf die Kloster- kirche zu Jerichow. Уст №. v. Quast. (Schluss.) (Hierbei eine Tafel mit Abbildungen.) аня ich mir eine detaillirte Fortsetzung des Themas vor- behalte, fiige ich eine hislorisch geordnete Reihenfolge der be- deutendsten alteren Ziegelbauwerke in der Mark Brandenburg bei, wie sich solche aus der sich mehr und mehr zum Gothi- schen fortschreitenden Architektur ergiebt, und zwar von der Mitte des XII. bis zur Mitte des XIV. Jahrhunderts.” Wo Jah- reszahlen vorlagen, sind sie als Anhaltspunkte benutzt. Zur Mark Brandenburg sind hier auch diejenigen Landestheile ge- rechnet, welche, wie das sogenannte Stiftische, woria Jerichow liegt, und das Land Stargard, thr spater entfremdet wurden. 1. 1136—1142. 8. Marien-Kirche auf dem Harlungerberge bei Brandenburg, in den unteren, alteren Theilen. 2. 1147—1152. Kloster-Kirche zu Jerichow, mit Ausnahme des Thurmbaues, der Seiten-Kapellen des Chors und einiger anderer Zusatze. — Stadtkirche zu Jerichow und Kirche in Redekin u. s. w. ziemlich aus dersel- ben Zeit. 3. 1165 bis nach 1179. Dom zu Brandenburg. In diese Zeit gehéren die Arkaden des Schiffs und einige Wand- pfeiler der Krypta. 4. Vor 1173. 98. Nicolai-Kirche vor Brandenburg; die аНе- ren Theile, namentlich das Schiff mit seinen Arkaden. 5. Nach 1180. Kloster Lehnin. Chor und Kreuz, doch ohne die Erhéhung dieser Theile und deren Einwélbung. 6. Nach 1184. Kloster Arendsee. Aeltester Gewilbbau; Kup- pelgewélbe; noch vollstandig im Rundbau ausgefiihrt. 7. Vor 1192. 5. Stephan in Tangermiinde. Alter Mauerrest mit Rundbogenfenstern und Lissenen, an der Nord- seite der Kirche. 8. S. Marien-Kirche in Salzwedel. Alte Mauern mit sich durchschneidenden Rundbogenfriesen; vielleicht der ganze Korper der Kirche mit dem westlichen runden Hauptithurme. 9. Р!агг-Кисве ш бееваизеп, 1192 zuerst erwahnt. Rundbogiges West—-Portal und Thurmbau. 1%, 18. о (). ОБ. a7. ое,