c. Mit der verdnderten Unterschrift: ,,du Cabinet de Mon- sieur Glume.“ No. 154. Eine Landschaft mit Gebauden und Fi- guren. Dies Blatt ist dusserst selten, No. 158. Zwei Vignetten, Diese beiden Vignetten, in Abdriicken vor dem gedruckten Text auf der Riickseite, kom- men sehr selten vor. Gewdéhnliche Exemplare sind aus dem Buche geschnitten, jedoch auch nicht haufig. No. 162. Der Satyr mit der Ziege. Es existiren von dieser Platte einige, héchst seltene erste Abdricke mit dem Stichfehler: ,,rooine“ stall ,,rovine* in der zweilen Zeile der Unterschrift. Zur Zeit als Crayen seinen Catalog edirte, mochten zwar Exemplare dieses Blattes héchst selten sein, allein wie Jacoby diese Angabe wiederholen und noch verstarken konnte, ist um so auffalliger, als er schon vor dem Jahre {810 die Original- Platte selbst besass und eine grosse Menge von Abdriicken in Umlauf selzte, daher diese auch sehr haufig sind. Die Kupferstecher C. F. Hopfer in Berlin und C. G. Gev- ser in Leipzig haben Copieen dieses Blaltes geliefert. No. 165. Christus erweckt Jairo’s Tochter vom Tode. Von diesem Blatie giebt es auch eine Copie von der Originalseite von J. J. Haid mit der Unterschrift: ,, Vivificatio filiae Лаги фе.“ №. 166. Ein Greis, in einer Hohle. Erste Ab- driicke vor der Dedication an Lesser und vor den Worten: »liré du Cabinet f-c.~ sind dusserst selten. №, 167. Darstellung Christi im Tempel. Dies Blatt hat J. J. Haid, mit der Unterschrift: ,,Oblatio Christi Ge.“ eben- falls copirt. No. 170. Petrus, nach der Verladugnung des Herrn. Erste Abdricke sind vor den Worten im Unterrande: ,, Du Cabinet de Monsieur le Cons e Trible.“ Sic sind iusserst selten. №. 171. Drei nackte Bacchus-Kinder. Von dieser Platte giebt es héchst seltene erste Abdriicke, wo das Oval irregulair -und unvollendet ist. In den zweiten Ab-~ dricken kann man die Zusdize deutlich erkennen, durch welche der Kistler die regelmassige Form des Ovals herge~ stellt hat. No. 173. Loth und seine Téchter. Eine gegenseitige Copie dieses Blattes hat P. Trogg radirt. No. 174. Grabdenkmal des Englischen Gesandten Mitchel. Dies leicht radirte Blatt, obgleich von weniger kiinst- lerischem Werthe, ist sehr selfen, da davon nur уешюе_ Exemplare existiren. No. 181. Ein Biicherzeichen. Von grosser Scltenheit. No. 182. Vignette mit dem Anfangsbuchstaben С. Ebenfalls sehr selten. No. 183. Eine andere Vignette. Desgleichen. No. 186. Eine Einfassung. Diese Vignette muss von der allergréssten Seltenheit sein. Mir ist sie noch nie- mals zu Gesichte gekommen. A.citune. in das hohere Gebirge bildendes tiefes Thal darstellend, lasst uns einen Blick in die wild-romantische Natur Norwegens thun; iber ein der jenen Thalern eigenthiimlichen aufgeschwemmten Plateaus stiirzt ein wilder Gebirgsbach im Mittelgrunde des Bil- des auf ein zweites Terrain, das von dem hodher gelegenen Vordergrund zum Theil verdeckt wird, herab. Im Hintergrunde erheben sich gewaltige, von Wolkenschleiern um~ und durch- zogene, theils schneebedeckte, Gebirgsmassen, wahrend im Mittelgrunde, nahe dem Wasser, Sonnenblicke auf griinende Matten und wohnliche Statten fallen, die, belebt von mannigfach beschafligten Gruppen, mitten in dieser gewaltigen grotesken Natur, den Beschauer wirthlich und heimisch ansprechen. — Meisterhaft und von seltener Durchbildung, sowie gediegener tiefer Farbung, ist die im Vordergrunde, links vom Beschauer, stehende Baumgruppe, welche eine hohe Tanne und Birke, zwi- schen niedrigerem Gebiisch hervorragend, darstellt, und von ebenso trefflicher Zeichnung, als kraftiger Farbung ist, sowie uberhaupt die Stimmung des Vordergrundes zu der ganzen Hal- tung des Bildes weit gelungener, als in manchen der friheren Bilder des Meisters uns erschienen. Ein anderes kleineres, zwar minder schén gezeichnetes und gemaltes, aber értlich interessantes Bild stellt uns eine Heerde Rennthiere dar, wie solche dort zu Tausenden auf den hochsten, uud mit Moosen bewachsenen Bergkuppen zu weiden pflegen, und ist diese mit unzdhligen dieser Thiere iibersdete Bergkuppe eine allerdings érilich interessante Erscheinung, kann uns jedoch als das einzige dem Bilde Abzugewinnende, fiir das sonst mangelnde landschaftliche Interesse nicht vollstandig ent- schadigen. Ansprechender erschien uns die Landschaft, die Dahl, der Vater, zu einem von seinem Sohn, Siegwald Dahl, auszufithrenden Portrait und Gelegenheitsbild, das einen reichen Gutsbesilzer, der seine Rennthierheerden besucht, darstellt, ge- malt hat. In dieser, einer mit Schnee und Eis bedeckten Héhe des Gebirges, auf der der Besitzer der Heerden mit einem Fihrer oder Diener, zu Schlitten eben anlangend, die Staffage bildet, und die ebenfalls mit zahlreichen Heerden von Renn— thieren bedeckt ist, finden wir wiederum eine meisterhafte Be- handlung des schneebedeckten Mooses in trefflicher Farbung und Beleuchtung. Siegwald Dahl, der Sohn, hat sich vorzugs- weise dem Thierfach gewidmet und verspricht in diesem Fach Bedeutendes zu leisten; auch im lebensgrossen Portrait hat sich der jiingere Dahl, natirlich nur als Dilettant und nach diesem Maassstab bemessen, gliicklich versucht, wir glauben aber eben- sowenig, dass es des jungen Kiinstlers Absicht, als dass es gut gethan sein wiirde, wollte er seine friiheren, bereits ge~ reiften Studien dem Portraitfach opfern. Wir kénnen hiebei, auch anderen Kiinstlern gegeniiber die Bemerkung nicht ишег- driicken, dass dem, in irgend einem Fache der Malerei bereits Meister gewordenen Kiinstler selten selbst auffallt, wie sehr er als Schiler bei Versuchen in einem ihm neuen Fache auftritt, eben weil ihm das tiefere, feinere Studium der ihn noch nicht so bekannt gewordenen Erscheinungen nicht aufgegangen ist, sein Konnen aber dem, was er sieht, vollkommen gewach- sen ihm erscheint, ja es hat dies schon Mehrere zu dem Miss- griff verleitet, etwas, in dem sie Meister waren, dem zu opfern, wo sie noch lange, vielleicht zeitlebens Schiller bleiben werden. R. M. @tesden, im Febr. Ein Altargemalde fiir die Kirche zu Schellenberg, die Jinger von Emmaus darstellend, eine Stif- tung des sachsischen Kunstvereins, hat Hr. Gonne (nicht Bary, wie die Leipziger Zeitung berichtet) so eben vollendet, und wird dasselbe nachstens zur Ausslellung gelangen. Obschon wir dem 6ffentlichen Urtheil dariiber aus eben diesem Grunde nicht vorgreifen wollen, so glauben wir doch unbeschadet des- В. М. Ятезрей, im Febr. Das neueste Werk unseres Veteranen Prof. Dah] hat alle Kunstfreunde und Ktinstler, die es gesehen, gewiss um so mehr liberrascht, als es von einer Frische und Meisterschaft Zeugniss giebt, die von dem bereits bejahrien, Ofters tiber zunehmende Schwiache des Auges kla- genden Kinstler kaum mehr erwartet werden darf. Das Bild, ein zwischen Christiania und Bergen gelegenes, den Eingang