Omnia cum DEO, & nihil fine eo.
Das Erke Capitul.
Wie ein reBescheffener Bereuter / welche so wol
großen Herren/ Cavaliern, als Lehr-Nungen/Lection zu geben/darbey auch einem großen Herzen seinen Marstall mit Ehren versehen will / beschaffen sein soll z
In rechtschaffener Bereuter soll Erflich/ quoad professionem, vor allen Dingen von Ehriichen Eltern geboren/ auch in seiner Kunst und Profession wol erfahren / und durchaus per omnia (cilicer prædicamenta taliter & qualiter kein Stumplerseyn / wo möglich/ auch ein wenig kudirt/ und im Krieg sich exercirt haben. Welcher auch nicht ein oder zwei Jahr das Reiten gelernet / und falv, honor. Diein paar Stiffel außziehen/oderzuschmieren/ den Bartzubußen/ Barrücken zu machen/ein Gericht Effen oder etliche vorzulegen/oder das Courtoiliren proKreta/ wandern auf das wenigste ein Jahr 6. oder 7.darbey gewesen / und wo nicht viel/ doch etliche ReitSchulen / absonderlich wo ein Academia ist/besehen/ und auf den selben gerittenhaben/und je mehr Reit-Schulener besehen/und auf denfelben geritten hat/ (dann man nicht alles vom bloggen Zufehenlernet) je beefer es nur für ihn ist / obwolnein Ganz übers Meer hinüber und herüber fleugt/ wie auch ein Mau!- oder anderer Efel über die Alpen hinüber und herüber getrieben wird/ ein Storch fleugt in die unbekante Länder/komt aber in qualitate & quantitate als ein Storch wieder zuruf. Ein Schwalb gehet auch hinweg/ kommt aber wieder als ein Schwalb/die Nachtigalldeßgleichen/und wird numermehmalseinKuckut/ oder die Schwalb als ein Falckbey ihrer Juruckkunft sich sehenlassen/fowoln auch die Janssen Ganz/derEfeleinEfel/und der Storch ein Storch verbleiben : Allein muß ein rechtshaffenerBereüter sonichtbeschaffenseyn/sondern Ermus auf untersdiedenen solchen Raisen/auch unterschiedene Schulen und Lectionen observiren / seiner Memoria imprimiren/dieselben zu unterscheiden / und dann den rechten erkek zu gewisser Zeit wissen zu appliciren/ auch auf die Pokturen der Bereüter / als nemlich / wie einer oder der ander seinen Leib/Hand und Schenckel führt/ über das auch / wie sie ihre Pferd auf der Manege traKiren/wohlachthaben/ dann es heißt: VielKöpf/vielSinn: Undwird keinereineWeiß haben/wie der wunder. Einer führt seine Hand in aller Höhe über dich/und zurück: der ander in alle Höhe für sich; der dritte braucht das Mittel; der vierdtenoch etwasniedrigerder fünfte ganznieder. Und gleich wie diese in ihrer gewissen Mahalle gut: so können sie auch in gewisser exorbitanz alle bößseyn. Einer dreift sein Pferd vom Pass in Trab/ (verftehe aber allhie keinen Pakkinger/fondern Fuß für Fuß/ dadasPferdam allerlangsamsten seinen Gang machenmuß/) aufm Trab in Galopp, außm Galopp in Redopp, hernach in die Courvetten / und confequenter in andern Schulen gradatim par haut ; Wie es auch billich der Brauchseynsolle/und aus ordentlichem fundament geht. Der an der trabt seine Pferd nicht viel / sondern spacifirt sie erstlich wol/ und nimmt die Grouppe pro principio inacht/ redoppirt sie stracks/alsdann kommt er auf dem Redopp in Galopp, und macht einen als den anderen Weg gute Pferd darauf. Der dritte nimmt feine Pferd Anfangs zum traverliren/ vondieser Lection, so sie es nur ein wenig gefaskt haben / seht er dieselbe in die geschwinde Courvetten/ von dar inden Redopp, und dann in den Galopp, und bringet sie dadurchdapfferaufderErden/ und zu einer guten perfection. Dervierdtereitet gar kein Pferd vor dem fünften oder fehlten Jahr auf der ReitSchul / sondern läsks eher in Wagen ein halb Jahr sponnen/ alsdannimmt ers berauf/zaumts fracks/ und galoppirts alsobald/ohn alle Hülf der Stimm und Schenckel/blog mit der Faust und contraSporn / und macht ein und den andern Weg a la Soldate ein gut Pferd darauf : Und wann er recht damit umgehet/kansen Pferd wol die beste manier für einen Soldaten unter
allen