де1тип 5 fir bildende Kunst und Bankunst. Organ der deutSchen Kunstvereine, Unter Mitwirkung von Mugler in Berlin — Passavant in Frankfurt — Waagen in Berlin — Wiegmann in Diisseldorf — Schnaase in Berlin — Schulz in Dresden — FGrster in Minchen — Eitelberger v. Edelberg in Wien Ne Si. redigirt von Dr. F. Eggers in Berlin. Sonnabend, den 2. August. wirkung der Behérde auf die mit den Stadtobrigkeiten verbundene Musik und endlich auf die Behandlung derselben in der Schule erstrecken. — ,,Man kann es iiberhaupt nicht genug wiederholen“ — sagt Humboldt — ,,Kunstgenuss ist einer Nation durchaus unentbehrlich, wenn sie noch irgend fiir etwas Hoheres empfanglich bleiben soll; durch welche Kunst aber liesse sich derselbe bis zu den untersten Volksklassen hin reiner, michtiger und leichter verbreiten, als durch die Musik?“ Humboldt’s Antrag ging auf die Verleihung einer Musikprofessur an Zelter und die Einrichtung der sich daran knipfenden Musikbehérde. Die Ernennung Zelter’s fand sofort statt. > Reformplane von 1818 bis 18238. Im Jahre 1818, wo zugleich eine Erweiterung des Akademiegebaudes stattfand, kam es zu neuen Verhandlungen iiber eine Reform der KunstAkademie. Doch betrafen dieselben nicht dieses Institut ailein. Hundert Jahre nach der ersten Griindung der Akademie, die nach dem Willen ihres Stifters auch die ,, Architekturkunst“ mit aufnehmen sollte, war eine besondere allgemeine Bau-Unterrichtsanstalt unter dem Namen einer kéniglichen Bau~ Akademie gestiflet worden. Diese war auf empfindliche Weise in Verfall gerathen und es kam jetzt darauf an, auch ihre Wirksamkeit zu erneuern. Ebenso sollte die Angelegenheit der Offentlichen Kunstsammlungen in Erwagung genommen werden. Es berief also der Minister v. Altenstein eine besondere Commission von einsichtsvollen Mannern der Kunst, deren Berathungen er folgenden Plan als Grundlage vorschlug: 1. Gestaltung der Kunstakademie. Verhaltniss der Bauakadémie zu derselben. Gestaltung und Verhiltniss untergeordneter Kunstschulen. 2. Erfordernisse fiir diese héchste Kunstbeférderung. a. Bewilligung von Fonds; zur Anstellung vorziiglicher Lehrer; — zur Vervollsltandigung der Kunstgegenstinde: Modelle, Biicher, Kupferstiche; — zu Pramien; — zu Unterstiitzungen zur Ausbildung. b. Vervollstandigung der Sammlungen: «. Von Gemialden, Gesichtspunkt fiir solche. Zum Studium oder Genuss? Was vorhanden? Was anzuschaffen? — В. Yon Skulpturen. Ob Originale zu kaufen rathsam oder méglich ? Abgitisse u. s. w. c. Einrichtung fir die Benutzung. Gebdude, Aufsicht etc. Unter den verschiedenen Vorschlagen, die als Material zu 31 Denkschrift tiber eine Gesammt-Organisation der KunstAngelegenheiten. im Auftrage des Preuss. Kultusministeriums zusammengestellt von Ex. Eggers. (Fortsetzung. ) Die Kunst-Akademie zu Berlin nach ihrer Verfassung und den Vorschlagen zur Umgestaltung der leizteren bis zum Jahre 1848. 4. Musikprofessur vom Jahre 1809. Eine wesentliche Neugestaltung der Akademie ging aus den vorstehend angefihrten Verhandlungen nicht hervor. Nur in Betreff des letzten kritischen Problems kam es, noch in demselben Jahre 1809, zu der Bestimmung, dass die Wirksamkeit der Akademie sich auch nach der Seite der musikalischen Kunst erweitern sollte. Dies hing mit umfassenderen Planen fir die wiirdige Pflege der Musik von Seiten des Staates zusammen. Wilhelm von Humboldt, damals Chef der Section fiir den Cultus, den 6ffentlichen Unterricht etc. im Ministerium des Innern, gab hierzu den unmittelbaren Anlass. Er machte aufmerksam auf den lebendigen Einfluss, welchen die Musik auf den Charakter und die Bildung einer Nation auszutiben im Stande sei, und winschte, dass der feierliche Ernst der Kirche ihr Boden und zugleich mit durch sie das Band bleiben méchte, welches alle Glieder des Volkes zu gemeinsamer ernster Beschaftigung verbande. Er wies auf die Wichtigkeit der Bildung einer richtigen Schule hin und schloss sich den Vorschlaigen Zelter’s an, die im Wesentlichen darin bestanden, dass eine ordentliche musikalische Behérde durch die Ernennung eines geschickten Tonktinsllers zum Professor und Aufseher der 6ffentlichen Musik bei der Akademie der Kiinste errichtet werde. Von dieser Behérde sollte nach und nach die Verbesserung der Musikzustinde ausgehen, ihr sollte vor Allem die Aufsicht, Prifung und Bildung der im Dienste des Staats und der Gemeinden anzustellenden Musiker (Cantoren, Organisten etc.) obliegen. Der Rath erfahrener und gefihlvoller Geistlichen sollte dabei benutzt und etwa in der Kirche der in Berlin zu errichtenden Universilét das Vorbild einer derartigen zweckmassigen Einrichtung gegeben werden. Weiter sollte sich dann die KinIl, Jahrgang.